7.7.2012 - Rosenhof Rallyesprint

Was für die Veranstaltung Rosenhof Rallyesprint spricht ist als allererstes die Uhrzeit! 8:30 Beginn der Dokumentenabnahme ist für morgens Anreisende sehr gut zu schaffen.

René und Jan sind auf eigener Achse angereist und haben selbigen Transportweg wieder zurück gewählt. Das Ziel war also heil ankommen und den Wagen für kommende Woche für den Wertungslauf des Hansa Rallyesprint-Pokals in Templin, Groß Dölln fahrbereit zu lassen.
Die Ausschreibung von 30% Schotter spricht zunächst für gute Chancen den Wagen ganz zu lassen, jedoch ist die Veranstaltung alles andere als einfach. Die ausgeschriebenen Asphalt-Passagen sind meist dreckig, bestehen aus Betonplatten, sind aus Kopfsteinpflaster oder haben Wellen oder es ist Gras durch die Decke gewachsen. Manchmal sind sogar nur die Fahrspuren mit Platten gelegt und der Rasen bürstet den Unterboden sauber. Gleichfalls ist der Schotteranteil mal verdichteter Schotter, mal lehmiger Waldboden mal sandiges Kornfeld und mindestens eine Sprungkuppe gehört dazu. Dem nicht genug, es kam zur WP3 Regen dazu und die 20 Meter Höhenunterschiede der gesamten WPs bekamen einen ganz neuen Charakter. Egal wie anstrengend dies nun klingt, genau das spricht für den Rosenhofsprint!!!

Beifahrer René und Fahrer Jan sind gewollt entspannt gestartet aber etwas verkrampft durch die erste WP gekommen. Semislicks und Schotter ist nicht schön aber geht. Die Zeit 9:08 reichte für Platz 4 von 6 (Dritter 8:49). Da die WP2 aufgrund eines ärztlichen Einsatzes, der nichts mit der Veranstaltung zu tun hatte, abgesagt wurde, blieb so viel Zeit, dass Sie sich die Zeiten anschauen konnten. Mit der Erkenntnis, dass der 6te (Golf 2 GTI 16V) ausgeschieden war, der 5te (BMW 318is) eine Minute hinter Team Diel/Kirchhof (5. 10:05) lag und die ersten 3 so weit entfernt waren, dass nur ein Ausfall den Pokal näher brächte, starteten Sie in die WP3.
Anders als ausgeschrieben wurden die WP3+4 identisch zur WP1+2 gefahren, da keine Zeit mehr blieb die Strecke umzubauen. Als der Regen einsetzte war klar, dass noch mehr Aufmerksamkeit nötig wäre, souverän die 12 km WP zu durchlaufen. Die gesteigerte Konzentration brachte 3 Sekunden Verbesserung im Regen (9:05). Beflügelt, trotz Regens schneller zu werden und den mehr als gefestigten 4ten Platz zu sichern, begann WP4.
Gefühlt völlig entspannt und ohne Druck ging die wieder getrocknete WP4 los. Die Ansagen waren diesmal immer auf den Punkt und es konnte an vielen engen Schotter Links und Rechts 2 der Wagen sauber angestellt und in den Drift gebracht werden. Nicht nur schöne Fotos sind dabei entstanden, auch die Zeit ist um ganze 22Sekunden geschrumpft (WP4 8:46). Leider ist kurz vor Ende eine Felge angebrochen und die entstandene Unwucht hat ab Tempo 110km/h den Wagen nicht mehr fahrbar halten können. So musste Tempo rausgenommen werden um nicht schlimmeres zu beschädigen. Geschätzt sind dadurch mindestens 10-20 Sekunden verloren gegangen.
Hätte das Team Diel/Kirchhof dieses Können über alle WPs gehabt, dann wären Sie 3ter gewesen. Es zeigt einem wiedermal, dass die 113PS ausreichen können gegen einen Opel Astra GSI 16V (3ter Platz und ca. 160PS) zu gewinnen. Die E30 318is mit ca. 150PS auf Platz 1 und 2 sind auch zu kriegen, wenn nicht gerade 20Jahre Rallyesport am Steuer
sitzen, denn der 5te war ein voll aufgebauter 318is mit Mindestgewicht und >150PS und liegt hinten.
Potential ist immer noch zu sehen. Die Schikanen waren so gestellt, dass ein E30 mit jeweils 2cm Platz gerade hätte durchfahren können, d.h. statt auf 80km/h runterbremsen mit 160km/h voll durchziehen (Ersparnis ca. -10Sekunden). Dementsprechend lagen mindestens 4 Spiegel an der Stelle die nur im Vorbeifahren gezählt wurden. Die tatsächliche Zahl bleibt unbekannt.
Die zum Glück anklappbaren und elektrisch verstellbaren Spiegel von René und Jan funktionieren glücklicherweise noch und Groß Dölln kann kommen!



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