24.9.2011 - Lausitzsprint



Eine Abwandlung im Titel, denn der Dacia-Logan-Cup fuhr diesmal im Rahmen des Lausitzsprint auf dem Eurospeedway Lausitz.

Der Weg in die Lausitz ist ja gut und gerne 120 km länger als in die Börde, aber das Team kam gut durch. Nur vor dem Hotel in Schwarzheide fing der Lastesel Vivaro an zu stinken und zu qualmen. Das Problem wurde auf den nächsten Tag vertagt, um die Sache bei Licht zu untersuchen. Aber Priorität hatte erst einmal der Logan-Cup.

Max eröffnete das Training für die erste Viertelstunde, da er schon Streckenkenntnisse hatte, die Henrik sich in der letzten halben Stunde des freien Trainings erwerben sollte. Max fuhr bis dato die zweitschnellste Zeit. Henrik nutzte seine halbe Stunde gut und zum Schluss hatte er mit 0,1 sec Vorsprung die schnellste Zeit gefahren und einiges an Farbe des rechten Rückspiegels an der Mauer des Triovals hinterlassen.

Das Qualifying fuhr Max auf unseren „Quali-Reifen“ auf Pole Position wiederum mit 0,1 sec Vorsprung. Da sich die Reifen aus dem freien Training bewährt hatten, obwohl sie eigentlich als Einsatzreifen nach dem letzten Rennen in Oschersleben schon aussortiert waren, wurden sie für das Rennen wieder montiert. Das war keine so gute Idee, denn die anderen Teams hatten wohl auch schlechte Reifen im Training gefahren und montierten jetzt für das Rennen die besseren.

Henrik hatte einen guten Start, aber Maik Kraske konnte es noch besser und übernahm die Führung. Es zeigte sich bereits in der Anfangsphase, dass Maik Kraske und auch Robert Schröder auf P3 ungefähr eine Sekunde schneller fahren konnten und so fiel Henrik dann auf Position 3 zurück. Bis zum Fahrerwechsel büßte er ca. 15 Sekunden auf den ersten und 5 Sekunden auf den zweiten ein.

Als Max übernommen hatte war er am Ende seiner Outlap bereits am Heck des Autos auf P2, das jetzt von Norman Greyer gefahren wurde und der Abstand auf den Führenden Nico Lahne betrug 10 Sekunden. Max versuchte alles, um an Greyer vorbeizukommen, aber die Reifen verursachten starkes Untersteuern und so fehlte vor allem in den engen Ecken die Geschwindigkeit aus der Kurve heraus. Derweil Max aufgehalten wurde, verwaltete Nico Lahne vorne seinen komfortablen 10 sec-Vorsprung, den er zu einem verdienten Sieg nach Hause fahren konnte, dem ersten in der Saison.

Eingangs der letzten Runde startete Max den finalen Angriff. Auf dem Trioval kam er direkt an Greyers Stoßstange daher und startete aus dem Windschatten sein Ausbremsmanöver. Beide bogen parallel in die Linkskurve ein. Greyer zog sehr früh nach innen und so kam es zu einer leichten Berührung der beiden mit folgendem Dreher von Greyer. So konnte doch noch der zweite Platz gerettet werden und das Fazit gezogen werden, dass Auswahl und Einsatz der Reifen immer noch mangelhaft sind.

Nun war der Vivaro an der Reihe. Eine gründliche optische Durchsicht brachte aber ausser einem verschmorten Stück Plastik unterhalb der Ölwanne nichts zu Tage und so wurde die Heimfahrt in Angriff genommen. Dummerweise wählten wir die Route über die Berliner Stadtautobahn und blieben im Stau hängen, weil die ganze Innenstadt von Berlin wegen des Marathonlaufes gesperrt war. Und nun fing der Vivaro wieder an zu stinken und zu qualmen. Nach einer kurzen Abkühlungspause auf einem freien Eckchen der Stadtautobahn ging es weiter, aber der Gestank nach faulen Eiern hielt an. Auf dem Parkplatz nahe der Autobahnabfahrt Talkau, wo Max sein Auto stehen gelassen hatte, wurde es ernst. Der Vivaro wollte nicht mehr starten. Der Akku war komplett entladen, selbst die Kontroll-Lämpchen im Armaturenbrett gaben nur noch ein Glimmen von sich. Fremdstartversuche mit Max’ Mini schlugen fehl und Anschleppen ging nicht mangels Abschleppöse am Mini. So wurde kurzerhand der Logan abgeladen und damit der Vivaro angeschleppt. Dummerweise waren mittlerweile beide Abblendlichtfäden ausgefallen und ebenso ein Standlicht. Das Auto hatte also nur noch Fernlicht und eine Standlichtbirne aktiv. Letztendlich sind aber dann doch alle daheim gelandet, wenn auch mit einiger Verspätung.


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