19.9.2011 - procar Assen



Bei ihrem Heimrennen, dem ADAC Hansa-Pokal Rennen in Assen, und gleichzeitig der vorletzten procar Veranstaltung des Jahres war Ulrike sehr gut aufgelegt. Beim freien Training am Freitag setzte sie die zweitbeste Zeit und am Samstag beim zweiten freien Training war sie wieder zweitschnellste nur ganz knapp hinter dem schnellsten. In ihrer letzten Runde, in der sie bereits zwei Sektor-Bestzeiten aneinander gehängt hatte, versuchte sie dann Ramshoek voll zu fahren. Das ging in die Hose und sie landete vor der Geert Timmer Bocht, der Schikane vor Start und Ziel, in der Leitplanke. Das Auto war ziemlich ramponiert und wurde karosserie- und fahrwerksseitig notdürftig geflickt. Mit dem „Behelfsvehikel“ nahm sie dann auf nasser Straße das Qualifying in Angriff. Mehr als Platz sechs war mit dem Auto aber nicht mehr drin.

Am Sonntag traf dann die MCE-Fangemeinde im ADAC-Reisebus ein und drückte kräftig die Daumen, dass das Auto rechtzeitig fertig wird und im Rennen alles klappt. Es zeigte sich aber, dass am Anfang zu schwach gedrückt wurde.

Ulrikes fliegender Start zu Rennen 1 war gut und sie schickte sich schon an, das erste Überholmanöver zu starten, als sie über frisch verteilte Karosserieteile des Thate-BMW fahren musste und sich dabei einen Platten vorne links einhandelte. Da das Auto vorher schon heftige Vibrationen aus dem Bereich der Vorderachse hatte, ließ sie sich sicherheitshalber vom Rescue-Fahrzeug in die Boxengasse schleppen.

Der Check in der Reparaturpause brachte aber außer dem Platten keine weitere Fehlerdiagnose und so nahm sie den stehenden Start zu Rennen zwei aus der letzten Position in Angriff. Und der Start war sehenswert. Wie vom Katapult abgeschossen hatte sie nach 20 Metern schon den ersten überholt und so ging es weiter. Von Platz 10 in der Division 2 gestartet, war sie nach dem ersten Umlauf bereits vierte. Die restlichen acht Runden nutzte sie dann, sich noch einen Konkurrenten zu schnappen und danach ihren Abstand kontinuierlich zu vergrößern. Die ersten beiden waren derweil enteilt und mit dem nicht 100 % funktionierenden Auto auch nicht zu halten. Platz drei war jedenfalls unter den gegebenen Umständen ein tolles Ergebnis.


die erste Kurve in Rennen 2, Ulrike hat schon eine Startreihe überholt (ganz außen) 
hier jagt sie zwei Bananenautos 
und dann hat sie auch den dritten von seinem Platz verdrängt 
die Andacht ... 
... und dann die Erfrischung 


24.9.2011 - Barbarossa-Preis Nürburgring
11.9.2011 - Slalom Agathenburg