22.6.2008 - Logan-Cup Oschersleben

fieberhafte Fehlersuche

Erstmals in der Saison war der Logan-Cup als Abend-/Nachtrennen konzipiert. Es wurde abwechselnd mit VW, die eine Motorsportpräsentation mit Cup-Lupos, Polos und einem 24h-Scirocco durchführten, die Strecke genutzt. Dadurch war der Zeitplan zeitlich gestreckt, was uns an diesem Tag zugute kommen sollte.
Ulrike Krafft war nicht mit am Start, da sie unter starkem Zeitdruck an ihrer Diplomarbeit sitzt. So war es an Tom Gorkow und Henrik Stoldt unsere Interessen zu vertreten.

Vormittags standen Abnahme und Fahrerbesprechung auf dem Programm, um 13:00 sollte das Training stattfinden. Fünf Minuten vorher bestieg Tom den Logan und ein paar Minuten später entstieg er dem Gefährt wieder. Das Auto wollte partout nicht anspringen. Die komplette Trainingszeit und auch danach war intensive Fehlersuche angesagt. Günter Puritz und Thomas Möller vom RSG-Team spielten die zentrale Rolle am Dacia. Eigentlich müssten wir unsere Pokale immer direkt bei den beiden abgeben, so viel wie sie uns diese Saison schon geholfen haben. Bernd Gorkow und Reinhard Stoldt waren unterdessen damit ausgelastet, im Fahrerlager die jeweils benötigten Ersatzteile zu suchen. Unser Dank gilt allen, die uns hierbei durch das Überlassen der Teile unterstützt haben. Der Reihe nach probierten wir Zündspule, OT-Geber, Steuergerät mit Schlüssel-Transponder und Zündschloss-Sender und zum Teil auch in 2 Varianten und verschiedenen Kombinationen. Und irgendwann sprang der Logan dann an.

Als Vorbereitung auf das Qualifying wurde der Tankinhalt noch um 20 Liter Kraftstoff reduziert und dann konnte Henrik auf Zeitenjagd gehen. Er kam mit der Zeit für Startplatz neun und einem ziemlich dicken Hals zurück. Es war so voll, 34 Autos waren am Start, dass praktisch keine freie Runde gefahren werden konnte, und wenn doch wurde irgendwo gelb geschwenkt, so dass die Runde wieder im Eimer war. Nach Durchsicht der Zeitenliste meinte er, dass mindestens 50 % der Teams gegen Artikel 4.1.2. Anhang H des ISG verstoßen haben, denn sie haben ihre schnellsten Runden unter gelb gefahren.

Henrik übernahm dann auch den Start. Er konnte seine Position leicht verbessern und übergab nach einer Stunde auf Platz sieben an Tom. Nach einer weiteren knappen Stunde kam Tom unter Code 60 zum Boxenstop herein. Das Timing war optimal und wir lagen weiter auf Platz sieben. Während der nächsten Stunde konnten wir unsere Position weiter verbessern. Nach etwa 3 Rennstunden zog eine mächtige Regenfront heran und Reinhard entschied auf sofortigen Boxenstop, da Henrik mittlerweile etwa 0 mm Profiltiefe auf den Vorderrädern haben musste. Der Stop klappte präzise und Tom ging boxenstopbereinigt auf Platz 3 liegend wieder ins Rennen. Er wollte gerade anfangen zu attackieren, da wurde er durch Code 60 eingebremst. Und unter Code 60 ging das Rennen auch auf ziemlich unsportliche Art und Weise zu Ende. Eine halbe Stunde wurde das Rennen unter Code 60 weitergeführt, während einzelne Bremsklötze im Logan, die statt erlaubter 60 km/h mit maximal 50 fuhren, für Zeitverluste im Minutenbereich sorgten. Andere Teams erhielten von der Rennleitung zusätzliche Geschenke ebenfalls im Minutenbereich, da sie unter Code 60 ihren letzten Boxenstop machen konnten, obwohl nie die Absicht bestand, das Rennen wieder freizugeben. Das angekündigte Unwetter blieb aus und es regnete nur mehr oder weniger heftig. Es hat sich halt noch nicht rumgesprochen, warum der Dacia mit einem Dach ausgerüstet ist.
Letztendlich kamen wir auf Platz 4 ins Ziel. Bedrückend war, dass unsere Probleme vom letzten Rennen immer noch auftraten. Wir konnten auf den Geraden die Gegner nicht einmal im Windschatten halten. Durch Ausschlussverfahren haben wir das Übel aber wohl erkannt. Es liegt am Motor. Wir hoffen, dass das Problem bis zum Rennen in Padborg dann gelöst sein wird.


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