13.4.2008 - Logan-Cup Nürburgring

Am 13. April gastierte der Logan-Cup mit 30 Teams erstmals auf der Sprintstrecke des Nürburgrings, nachdem in den Jahren zuvor die Müllenbachschleife genutzt wurde.
Für Ulrike Krafft und Henrik Stoldt war es das erste Rennen auf diesem Streckenteil, den sie bisher nur aus der Zuschauerperspektive kannten.
Das MCE-Team musste diesmal als einziges Hansa-Team die Fahnen hochhalten und bei typischem Eifel-Wetter auch auf Regenspezialist Tom Gorkow verzichten. Beide Fahrer informierten sich vorher gewissenhaft mit Videos aus dem Internet und Besprechungen mit Teamchef Reinhard Stoldt über die Strecke. Ulrike war etwas skeptisch, da sie in gewissem Sinne ein wenig wasserscheu ist, und so zeigte sich dann auch nach dem freien Training, dass Henrik diesmal die Hauptlast des Rennens schultern musste.
Im Qualifying fuhr er den sechsten Startplatz heraus und war erleichtert, dass er den Start unter Code-60 fahren konnte, da es zu dem Zeitpunkt sehr kräftig schüttete. Das erwies sich jedoch als nicht sehr hilfreich, denn die Rennleitung gab nach 2 Runden das Rennen bei Start- und Ziel frei, was aus dem Grand-Prix-Start lediglich einen Indy-Start machte, der bei noch höherem Tempo an der Einfahrt zur Mercedes-Arena zu einem erheblichen Durcheinander führte. Henrik hatte keine Sicht nach vorne, konnte sich nur an den Schildern am linken Streckenrand orientieren. Eine zu frühe Bremsung war die Folge, und links und rechts berührte er andere Fahrzeuge. Als sich die Gischt gelegt hatte, war er auf Platz 17 zurückgefallen, aber das Auto hatte glücklicherweise nur etwas Gummiabrieb an den Seiten.
Nach und nach wühlte er sich durchs Feld und lag nach einer Rennstunde auf Platz vier. Eine Dreiergruppe mit TKS, Ahrens und BRT hatte sich vorne mittlerweile einen 45 Sekunden Vorsprung herausgefahren.
Henrik hatte für gut 2 Stunden Kraftstoff an Bord, so dass das Team taktisch alle Optionen offen hatte. Der Regen hatte aufgehört und nach einer guten Rennstunde zeigten sich auf der Start-Ziel Geraden 2 trockene Spuren. Zu dem Zeitpunkt entschied Reinhard, den ersten Boxenstop durchzuführen, um Ulrike ein möglichst langes Fenster bei trockener Spur zu ermöglichen. Sie setzte das gut um und fuhr die Zeiten der Spitzengruppe. Ihre schnellste Runde im Rennen wurde nur vom Team TKS unterboten. Nach einer halben Stunde wurde sie an die Box beordert, um einen Pflichtstop zu absolvieren. Sie bekam etwas Benzin nachgeschenkt und fuhr einen weiteren halbstündigen Stint. Da jetzt wieder starker Regen eingesetzt hatte, holte Reinhard sie nach Ablauf ihrer Mindest-Fahrzeit herein und Henrik übernahm für die letzten 1,5 Stunden das Lenkrad.
Nachdem alle Teams ihren dritten Stop absolviert hatten, lag Henrik auf Platz 5. Er hatte sich zu dem Zeitpunkt so gut auf den Regen eingestellt, dass er die Zeiten der Spitzengruppe fuhr. Ein Team konnte er noch überholen, aber da der Rückstand auf den Dritten schon über eine Minute betrug, war seinem Vorwärtsdrang ein Ende gesetzt. Nach einer kurzen Code-60 Phase 15 Minuten vor Rennende wurde er vom lange führenden Team TKS überrundet und fuhr in 50 Meter Abstand deren Tempo mit.
Mit dem vierten Platz bei einem sehr guten Rennen, es gab kaum Unfälle und auch keine unfairen Aktionen, war das Team sehr zufrieden, zumal Henrik jetzt auch im Regen zur Spitzengruppe gehört und Ulrike mindestens ihr Seepferdchen, wenn nicht auch bald den Freischwimmer erreicht hat.


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