30.3.2019 – Bergfahrt Königsstuhl

Es gibt Angebote, die man nicht ablehnen kann. Bei MCE-Mitglied Norbert Bogdon war es ein Anruf von seinem Freund Christian Loch, Teamchef des Penske Porsche Rennteams Mannheim. „Hast du nicht Lust, meinen Porsche 356 bei der Bergfahrt Königstuhl zu pilotieren, ich mache den Beifahrer?“ Natürlich hatte Norbert Bogdon Lust, der Porsche 356 aus dem Jahre 1957 mit 95 PS, Renngetriebe mit Le-Mans-Übersetzung und Dunlop-Rennsportreifen ist schließlich kein ganz unbekanntes Auto. Allein bei den Le Mans Classics startete er schon dreimal, erreichte zweimal Platz 5, und einmal Platz 6 in seiner Klasse. Schon die Fahrt von Norddeutschland nach Mannheim wurde zum besonderen Erlebnis. Bogdon fuhr bei dem Lüneburger Kai Petersen mit, der bei der Bergfahrt mit der Replik eines Jaguar C-Type starten wollte. Der Wagen war auf einem Transporter verladen, parallel hatte der Lüneburger einen Morgan Plus 8 dabei, der die ganze Zeit auf der Straße sein sollte. Nach kurzer Zeit auf der Autobahn wurde auch der C-Type auf einem Rastplatz entladen. Dann fuhren beide Renner auf eigenen Rädern Richtung Ziel, Petersen im Jaguar, Bogdon im Morgan. „Der Sound war einfach unglaublich, als beide Autos zusammen über die Autobahn röhrten“, erzählte Norbert Bogdon. Freitagabend kamen sie im Dunkeln an, am nächsten Morgen startete dann im Porsche Zentrum Mannheim die Bergfahrt. Rund 150 Fahrzeuge nahmen Teil, darunter auch der Porsche 356 mit dem Team Bogdon/Loch. Von Mannheim ging es nach Heidelberg, von da aus starteten die Autos zum Königstuhl, danach führte die Fahrt durch den Odenwald. „Der Porsche 356 ist ein unheimlich agiles Auto, der Motor sehr drehzahlfreudig, optimal für die kurvenreiche Strecke“, stellte Norbert Bogdon im Ziel fest. Obwohl der Hamburger zum ersten Mal auf diesem Auto fuhr und es auch der erste gemeinsame Renneinsatz von Bogdon und Christian Loch war, landeten die beiden in ihrer Klasse mit fast 40 Teilnehmern immerhin auf Platz 8. „Damit sind wir sehr zufrieden“, freute sich Christian Loch. Und Norbert Bogdon hofft natürlich, dass der ihm auch im nächsten Jahr ein Angebot macht, dass man nicht ablehnen kann.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*